Bemusterung…

25.10.2021

Endlich war es soweit und es ging zur Bemusterung. Gegen 9 Uhr trafen wir in Kürten ein und waren etwas aufgeregt, was uns den Tag über erwartet.

Zu Beginn wurden wir von unserem Projektleiter und einer weiteren Mitarbeiterin empfangen und bekamen erstmal unsere Pläne im Großformat präsentiert. Danach ging es sehr strukturiert durch alle Themen. Insgesamt gab es 12 Themenblöcke, die über den Tag verteilt, besprochen wurden . Es musste nicht zu allen 12 Punkten etwas bemustert werden, aber es war trotzdem hilfreich über die einzelnen Themen zu sprechen, da wir so noch ein paar Tipps und Hinweise mitbekamen.

1. Bodenplatte

Den Auftrag für die Bodenplatte haben wir bisher noch nicht vergeben. Wir hatten uns bereits Angebote eingeholt, wollten aber nochmal ein Angebot der Tochterfirma Brochhaus Bau als Vergleich einholen. Gleichzeitig wurden die Punkte angesprochen, die gerade bei den Erdarbeiten bauseits erledigt werden müssen und welche Aufgaben zusätzlich hinzu kommen, wenn die Bodenplatte nicht von Nordhaus gebaut wird.

2. Dach & 3. Fenster und Haustür

Bevor es an die erste Bemusterung ging, haben wir noch ein paar Punkte zu Dachform, Dachüberstand und Vorbereitung PV Anlage besprochen.

Bei den Fenstern bestimmten wir die exakte Farbe der Außen Folierung und wählten farblich passende Außenfensterbänke und Rollläden aus. Zusätzlich mussten wir uns für ein Modell bei den Fenstergriffen entscheiden. Die Haustür durften wir uns aus dem Katalog aussuchen, die natürlich auch in anthrazit sein wird.

Die Farbe der Dachsteine war die erste schwierige Entscheidung. Im Standard waren die Farben schiefergrau, graphit und tiefschwarz. Graphit war direkt ausgeschlossen, weil es sehr braun wirkte. Bei schiefergrau machten wir uns Sorgen, dass es zu hell sein könnte und bei tiefschwarz, dass es zu dunkel wird. Beide Farben harmonierten auch nicht exakt mit den Außenfensterbänke in anthrazit. Natürlich hatten mein Mann und ich unterschiedliche Favoriten. Am Ende wählten wir tiefschwarz.

4. Decken, Wände & sonstiges

Dieser Bereich war schnell abgearbeitet. Für den Außenputz wählten wir klassisch weiß aus. Zusätzlich besprachen wir noch ein paar Besonderheiten in den Innenwänden. Eine davon wird die Brüstungshohe mitlaufende Wand bei der Treppe sein, die uns zusammen mit einer geschlossenen Treppe eine separate Abstellkammer ermöglicht. Im Badezimmer planten wir eine Nische in der Dusche mit ein und ließen einen Wandausschnitt zwischen Dusche und Toilette kurz unter der Decke einplanen.

5. Heizung & Lüftung

Das Heizungsmodell hatten wir bereits im Werksvertrag ausgesucht, aber dieses war so in unserem Technikraum nicht mehr umsetzbar. Da wir unbedingt bei einer Wärmepumpe mit Innenaufstellgerät bleiben wollten, mussten wir eine Alternative finden, die auch bei der BAFA gefördert wird. Wir fanden eine Alternative, die zudem kostenneutral sein wird.

In der Heizung wird auch eine Lüftungsanlage integriert sein, die nicht verändert werden musste. Hierzu scheiden sich ja die Meinungen und mal schauen, ob wir es in den nächsten Jahren als Fluch oder Segen empfinden.

7. Elektroplanung

Vor der Mittagspause ging es noch an das große Thema Elektroplanung. Hierzu hatten wir uns glücklicherweise schon im Vorfeld Gedanken gemacht und uns überlegt in welchem Raum wie viele Steckdosen und Lampen gebraucht werden. Zusätzlich hatten wir die groben Positionen in unseren Grundriss eingezeichnet. Der Elektriker von Nordhaus hatte sich ebenfalls schon vorbereitet und ging mit uns Raum für Raum durch. In vielen Punkten waren wir uns einig und wir konnten von ihm noch ein paar sehr wertvolle Tipps erhalten. In Bezug auf Smart Home nahmen wir die Steuerung der Heizung und Rollläden über Funk in die Unterlagen mit auf. Elektrische Rollläden bzw. Raffstores hatten wir bereits im Werksvertrag mit abgeschlossen. Bei dem Schalterprogramm entschieden wir uns im Standard zu bleiben. Eine gute Stunde saßen wir zusammen und haben alles besprochen.

6. Sanitär

Nach der Mittagspause ging es beim Punkt Sanitär weiter. Hier mussten wir auch nur die Rohinstallationen planen, also an welche Position Toilette, Waschbecken, Dusche und Badewanne platziert werden. Aber auch das war im Grundriss bereits geplant. Und Feinheiten, wie Unterputz oder Aufputz Armaturen können noch immer auf der Baustelle entschieden werden.

8. Bodenbeläge, 9. Malerarbeiten & 10. Sanitärfertiginstallationen

Die Auswahl der Boden- und Wandbeläge blieb uns wegen der Ausbaustufe technikfertig zum Glück erspart. Zwar wäre diese Bemusterung an einem zweiten Tag durchgeführt worden, aber ich glaube nicht dass, wir uns innerhalb weniger Stunden entscheiden hätten können. Uns bleibt also für diese Entscheidungen noch ein paar Wochen Zeit.

Auch die Sanitärfertiginstallationen werden wir in Eigenleistung machen und daher gab es hier nichts zu bemustern.

11. Innentüren

Ähnlich wie bei den drei Themen zuvor, verhält es sich auch bei den Innentüren. Diese werden wir in Eigenleistung machen und daher auch zu einem späteren Zeitpunkt selbst organisieren. Es wurden nur nochmal alle Tür Maße besprochen.

12. Treppe

Die Treppe war neben den Dachsteinen das schwerste zu entschieden. Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht die Standard Buche Treppe möchten und hatten bereits einen Aufpreis für eine Treppe in Eiche in unsere Bemusterungsbudget aufgenommen. Trotzdem waren wir uns unschlüssig, ob wir eine Treppe in komplett Eiche wollen oder eine Variante mit Setzstufen in weiß und Trittstufen in Eiche und welchen Farbton die Eichentreppe haben soll.

Wir ließen uns die Varianten zeigen, die in dem Bemusterungszentrum zu Verfügung waren und lernte dabei Hevea Holz kennen. Farblich ähnlich der Eiche, aber aufgrund ihrer Holzart günstiger als. Buche war für uns raus und Eiche gefiel uns gut, aber wir konnten uns nicht vorstellen, wie eine geschlossene Treppe in komplett Eiche aussehen wird. Wir konnten uns nicht endgültig entscheiden, ließen aber die Treppe in komplett Eiche in die Bemusterungsunterlagen aufnehmen. Gleichzeitig verblieben wir mit unserem Projektleiter so, dass wir separat zu dem Treppenhersteller fahren und uns dort beraten lassen.

Abschluss & Fazit

Gegen 16 Uhr war die Bemusterung fertig und uns rauchte der Kopf vor lauter Informationen und Input. Rundherum waren wir sehr zufrieden mit dem Tag. Es lief alles sehr strukturiert. Dennoch hätten wir uns bei der eigentlichen Bemusterung etwas mehr Zeit gewünscht und auch die Gelegenheit mal mit den Produkten alleine zu sein und alles auf sich wirken zu lassen. Teilweise fühlte wir uns bei der Entscheidung etwas gehetzt.

In ca. 4 Wochen sollen wir die Bemusterungsunterlagen erhalten und dann erfahren wir auch, wie viel wir zusätzlich in der Bemusterung ausgegeben haben.

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