Bodengutachten…

Mai-Juni 2021

Mit dem ersten Vorabauszug des Lageplans beauftragte Nordhaus das Bodengutachten für unser Bauvorhaben. Hierfür war es sehr wichtig, dass die genaue Position des Hauses auf dem Vorabzug eingetragen wurde. Die Bohrungen können dadurch an der entsprechenden Stelle durchgeführt werden.

Unser Bodengutachten muss neben einem klassischen Gutachten auch ein hydrogeologisches Gutachten enthalten. In unserem Bebauungsplan ist vorgesehen, dass das komplette Regenwasser auf unserem Grundstück versickern muss. Die Bodenbeschaffenheit wird dafür auf ihre Versickerungsfähigkeit getestet. Damit kann im Anschluss die Versickerungsanlage exakt berechnet werden. Mehrkosten für das hydrogeologische Gutachten hatten wir keine und das Bodengutachten generell war auch im Hauspreis inkludiert.

Insgesamt wurden an zwei Hausecken eine Bohrung durchgeführt und zusätzlich in der vorderen Bohrung die Versickerungsfähigkeit getestet.

Das Gutachten

Ca. 3 Wochen später lag uns das Bodengutachten vor und damit auch die bittere Wahrheit. Der Bodenaufbau ist in den oberen Schichten sehr lehmig und weiter unter ist Fels. Der felsige Boden ist gut tragfähig, aber so tief wollten wir nicht die Erde abtragen und den lehmigen Boden müssen wir dann für die Bodenplatte austauschen lassen. Grundsätzlich ist auch der lehmige Boden nicht schlecht, aber wenn der sich mit Wasser verbindet, ist es nur noch matschig und nicht mehr tragfähig.

Zudem eignet sich der Boden nicht für eine komplette Regenversickerung. Der Bebauungsplan lässt uns aber keine andere Wahl und daher plante der Gutachter eine Versickerungsanlage in Form einer Kiesrigole. Ca. 8×2 Meter muss die spätere Rigole groß werden, damit das anfallende Regenwasser entsprechend versickern kann. Mal schauen wie wir diese Rigole in unsere Planung einbinden können.

Der Gutachter führte zusätzlich zwei Gründungsempfehlung für die Bodenplatte aus. Eine Empfehlung war eine elastisch gebettet Bodenplatte auf einer entsprechend gut verdichteten Schotterschicht. Diese brauchte aber eine ganz spezielle Böschung. Die zweite Empfehlung war ein Streifenfundament, welches gleichzeitig die Höhenunterschiede im vorderen Bereich des Hauses ausgleichen sollten.

Beide Varianten hörten sich für uns als Laien gut an, aber welche nun die bessere Variante war, konnten wir nur schlecht beurteilen. Mal abwarten, wie Nordhaus diese Gründungsempfehlungen bewertet.

Was wir aber sehr einfach heraus lesen konnten, war die Tatsache, dass wir ein paar mehr Euros in die Position Tiefbauarbeiten und Gründung einplanen sollten.

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